Entstehung

Die Entstehungsgeschichte des
Junggesellen-Schützenverein Wettringen e. V. von 1651

Der Junggesellen-Schützenverein hat seinen Sitz in der kleinen münsterländischen Gemeinde Wettringen. Wettringen liegt im Kreis Steinfurt etwa 45 Kilometer nördlich von Münster und hat ca. 7500 Einwohner.  Der Junggesellen-Schützenverein Wettringen ist einer der ältesten Schützenvereine des Münsterlandes. Er wurde 1651 erstmals erwähnt, ist wahrscheinlich aber noch wesentlich älter. Heute hat er über 270 Mitglieder.

Die nachfolgende Entstehungsgeschichte wurde auszugsweise aus dem Jubiläumsbuch des JSV entnommen. Sie wurde vom ehemaligen Pastor Bernard Avermiddig anlässlich des Galaabends zum 350 jährigen Jubiläum vertont und kann hier heruntergeladen werden.

"Wir schreiben das Jahr 1651, der 30 Jährige Krieg findet sein Ende. Auf dem Rückmarsch vom Kriege in Holland gründet Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen die Junggesellen-Schützenschaft Wettringen.

Von diesem Zeitpunkt an wachen in den Sommermonaten nicht nur die St.-Paulusfreien über Wettringen sondern auch die Mitglieder der Schützenschaften.

Aber auch schon vor dem 30 Jährigen Kriege wurde einmal jährlich in der Arbeitsfreien Zeit "tüschken Saien un Maihen" ein zünftiges Nachbarschaftsfest gefeiert. Fester Bestandteil dieser Feier war das Vogelschießen - eine alte Tradition lebt wieder auf. Bis ins 19. Jahrhundert besteht die Gesellschaft ohne festere Strukturen.

Im Jahre 1835 verlangt die Preußische Regierung, das sich die 40 Wettringer Junggesellen-Schützen fester organisieren, Statuten aufstellen und sich mit den "Alten" zusammenschließen. Aus diesem Grunde geben sich die Junggesellen eine eigene Satzung und legen ein Protokollbuch an. Man schließt sich jedoch nicht - wie gefordert - mit der Männerschützengesellschaft zusammen, und bleibt selbstständig.

Anläßlich des 250-jährigen Jubiläums im Jahre 1901 überreicht der deutsche Kaiser und preußische König Wilhelm der Zweite der "Junggesellenschützengilde zu Wettringen" eine wunderschöne, runde Plakette mit dem Königsadler.

Die Mitglieder Hermann Münning und Küster Clemens Böwering schreiben und vertonen 1910 das Lied der Junggesellen "Schütterie is fein", welches mittlerweile auch in benachbarten Schützenvereinen gerne gesungen wird.

Im Jahre 1926 feiert die Junggesellen-Schützengesellschaft ihr 275 jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wird eine neue Fahne erstellt, die feierlich in der Pfarrkirche St. Petronilla geweiht wird

1928 wird in einer außerordentlichen Generalversammlung der "Junggesellen-Schützenverein" gegründet und ein erster Vorstand gewählt.

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1936. Der 1. Vorsitzende Wilhelm Schröder verkündet, dass es höchste Zeit sei, endlich einen eingetragenen Verein zu gründen. Doch hierzu kommt es nicht mehr. Die Aktivitäten des Schützenvereins ruhen aufgrund des 2. Weltkrieges für 9 Jahre.

Nach dem Kriege wird die alte Tradition des Junggesellen-Schützenvereins durch Theodor Niehues und Johannes Böwer wieder ins Leben gerufen. Man feiert 1948 als einer der ersten Schützenvereine im Kreis Steinfurt wieder ein Schützenfest..

1951 kann der Junggesellen-Schützenverein auf sein 300 jähriges Bestehen zurückblicken. Es wird bei schönstem Wetter ein einzigartiges und prachtvolles Volksfest gefeiert, wie es Wettringen seit der 1100- Jahrfeier im Jahre 1938 nicht mehr erlebt hat."

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